Storchenjunge beringt

Storchenjunge beringt

Am vergangenen Freitag wurden unsere 3 Jungstörche beringt. Der Storchenbeauftragte des Wittgensdorfer Storchenhorsts, Kai Schaarschmidt begab sich in der Nachmittagszeit die alte Industrieesse hinauf zum Nest. Dabei konnte man ihm live bei seiner Arbeit zusehen.

Jährlich werden die neuen Jungstörche vom Storchenbeauftragten beringt. Bei der Beringung wird der Eingriff am Horst so kurz wie möglich gehalten. Die Beringung muss in einem bestimmten Alter stattfinden, üblicherweise zwischen der 3. und 7. Lebenswoche. In diesem Zeitraum fällt zweierlei zusammen. Zum einen, dass die Jungstörche keinen Witterungsschutz der Altstörche mehr benötigen und zum anderen das Vorhandensein der Funktion der Akinese. Die Akinese ist ein angeborener Reflex der Storchenjunge sich bei Gefahr totzustellen. Diesen verlieren sie im Verlauf der Zeit, wenn sie groß genug sind und so z.B. nicht mehr Beute für Greifvögel werden können. Der Beringer macht von diesen beiden Zuständen Gebrauch und vereinfacht sich so den Arbeitsvorgang.

Jeder Ring verpasst jedem Storch eine eindeutige Identifikationsnummer, welche im Ring eingraviert ist. Der Ring kann dann aus der Ferne mit einem Fernrohr oder Fernglas abgelesen werden. So lassen sich die Störche identifizieren und verschiedene Sachen erforschen, wie bspw. das Zugverhalten und seine Veränderung, Ansiedlungsmuster der Jungtiere, die Ortstreue oder die Todesursache.

Storchenbeauftragter Kai Schaarschmidt
Der Storchenbeauftragte Kai Schaarschmidt beringt die Jungstörche.
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